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pfingsten yt2020 https://www.youtube.com/watch?v=CjCm2gc1fN8

FrohePfingsten2020

Bild: Martina Röthlein

Pfingsten2020

Die Mutmachsteine finden ihren Weg!

Zellingen: Mittelschüler, Ministranten und Kinderkirche gestalten Mutmachsteine.

Zum anstehenden Pfingstfest gestalteten Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Zellingen, die Ministrantinnen und Ministranten und die Kinderkirche von St. Georg in Zellingen viele bunte Mutmachsteine. Die Aktion wurde angeregt von den beiden Lehrkräften Frau Grigoleit und Herrn Seubert sowie von Gemeindereferentin Martina Röthlein. Gemeinsam brachten sie den „Stein ins Rollen“ und konnten durch die Zusammenarbeit der Mittelschule Zellingen und der Pfarrgemeinde St. Georg Zellingen viele Kinder und Jugendliche erreichen. Die Schüler, Ministranten und Kinder der Kinderkirche aus Zellingen ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Sie bemalten, beklebten und beschrifteten verschieden große Steine mit Mut machenden Botschaften. Gerade jetzt in der aktuellen Situation brauchen viele Menschen Mut und Hoffnung. Pfingsten ist ein Fest, welches Mut und Hoffnung gibt! Daher werden die Mutmachsteine zu Pfingsten an verschiedenen Stellen in Zellingen „freigelassen“. Ein Anteil ist für die Bewohner und Bewohnerinnen der Seniorenresidenz in Zellingen bestimmt, der Rest wird am Friedhof und an der Flurkapelle in Zellingen zu finden sein. Jeder ist dazu eingeladen, einen „Mutmachstein“ mit nach Hause zu nehmen - so lange der Vorrat reicht.

 Die Hochzeit zu Kana, erzählt von Religionslehrerin i.K. Stefanie Witte

hz kana
https://www.youtube.com/watch?v=-SNlWzgNPag

Der Virologe Christian Drosten hat ja vor einigen Tagen den aktuellen Umgang mit dem Corona-Virus als „Tanz mit dem Tiger“ beschrieben – und dass man schauen müsse, wo man „die Leine ein wenig lockern kann, ohne dass das Tier gleich über einen herfällt“.
Ein Tiger an der Leine?

„Tiger“ kommen in der christlichen Kunst nicht vor – aber Drachen. Die stehen in den alten Bildern, Legenden und Geschichten für das „Böse“ und die Mächte des Todes. Und Corona ist sozusagen ein Drache des 21. Jahrhunderts.

Wie aber geht man jetzt mit Drachen um? Wenn wir mal auf unsere Heiligen schauen, also unsere großen Brüder und Schwestern in Sachen Glauben, lassen sich zwei mögliche Wege erkennen:

Der hl. Georg tötet den Drachen und vernichtet ihn. Das Dumme ist – der „Drache Corona“ lässt sich nicht so einfach umbringen. Auch wenn manche Staatschefs das gerne hätten…

Der hl. Georg arbeitet zwar dran, braucht aber noch etwas Zeit. Und es ist, zugegeben, ja auch etwas schwierig, mit einer großen Lanze einen so kleinen Virus zu treffen.

Aber es gibt auch die hl. Margareta. Sie gehört, wie der hl. Georg, zu den 14 Nothelfern, einer Gruppe von Heiligen, die schon im 9. Jahrhundert für so ziemlich alle menschlichen Lebenslagen „zuständig“ waren. Auch ihr wird in der Kunst gelegentlich ein Drache zur Seite gestellt – aber sie führt ihn an der Leine, hat ihn gezähmt, „unter Kontrolle“.

Das Virus können wir im Moment nicht ausrotten. Deshalb werden wir lernen müssen, mit dem „Corona-Drachen“ zunächst einmal zu leben. Das Virus „an der Leine zu halten“, unter Kontrolle… immer im Wissen darum, dass auch scheinbar gezähmte Drachen immer unberechenbar bleiben. Und da könnte die hl. Margareta uns jetzt vielleicht wirklich helfen. Sie weiß, wie das geht.

Zwei verschiedene Möglichkeiten, mit dem Drachen umzugehen – interessanterweise stehen ein Mann und eine Frau für diese verschiedenen Wege. Psychologisch macht das Sinn. Das „männliche“ Prinzip steht für Konfrontation – ich stelle mich dem Drachen gegenüber und bekämpfe ihn. Das „weibliche“ Prinzip akzeptiert erst einmal, dass es den Drachen gibt – und „integriert“ ihn in das Leben. Und ich vermute mal, das werden wir mit Corona auch tun müssen.

Klar, das sind archetypische Bilder – auch Männer können „weiblich“ reagieren und Frauen „männlich“. Aber deutlich wird daran, dass wir beide „Prinzipien“ brauchen. Es reicht nicht aus, mit dem Virus leben zu lernen, sich zu arrangieren – es braucht auch den entschiedenen Kampf dagegen. Aber genauso notwendig ist es, Wege zu finden und zu entdecken, wie Leben trotz und mit Corona in einer guten Weise gehen kann.

Ach ja, es gibt übrigens noch einen dritten Weg, wie man mit Drachen umgehen kann – man kann sie komplett ignorieren, leugnen oder kurzerhand als Schoßhündchen bezeichnen. Okay. Kann man natürlich machen.

Aber ich könnte mir vorstellen, dass sich der Drache in dem Fall schon ganz genüsslich die Pfoten schleckt…

 

© Andrea Schwarz, aus dem Bistumsblock Osnabrück

reddy maria

(c) Pater Reddy

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Gott hat jedem von uns die Fähigkeit mit auf den Weg gegeben,

das Beste aus diesem Tag zu machen und … zu lächeln.

Auch wenn heute ein verregneter Werktag sein sollte.

Auch wenn mich irgendetwas zu stören scheint …

Auch wenn man mein Lächeln unter der Schutzmaske vielleicht nicht sieht...

Ich kann mich immer an die Liebe, an die Freude Gottes in mir erinnern

und ich kann immer – Gott sei Dank – das Beste aus diesem Tag machen …

und mit einem inneren Lächeln durch diesen Tag gehen.

Quelle: Franz Hübner: Sich am Leben erfreuen. Gebetsheft. Wunderland-Verlag.

 

Ich wünsche uns allen, dass wir in den nächsten Tagen viele Gründe zum Lächeln finden und das Leben in all seiner Fülle entdecken dürfen, so wie es sich Jesus selbst für uns gewünscht hat, als er sagte „Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben, das Leben in Fülle!“ (Joh 10,10)

Martina Röthlein Gemeindereferentin

von Bischof Bahlmann aus Obidos in Brasilien

streambackstage

Das Bild wurde bei einem Livestramgottesdienste aus der Pfarrkirche in Retzbach aufgenommen. Als plötzlich im März klar war, dass wir keine öffentlichen Gottesdienste mehr feiern können, hat sich uns die Möglichkeit eröffnet, Gottesdienste bei geschlossener Kirche im Livestream zu senden, um uns auf diese Art und Weise untereinander zu verbinden und Impulse für die Feier von „Hausgottesdiensten“ alleine oder in den Familien zu geben. Wir waren im Pastoralteam überwältigt von den sehr vielen positiven und persönlichen Rückmeldungen.

So sind wir sehr dankbar:

  • für Christoph, Lukas und Moritz, die sich mit ihren Talenten, Ideen und ihrer Freizeit einbringen,
  • für alle, die uns unterstützen und ermutigen in einer zur Situation passenden Art Gottesdienst zu feiern,
  • für alle, die sich von der Botschaft Jesu neu berühren lassen und
  • für alle, die neue Wege von Kirche sein in dieser Zeit wagen.

„Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch“ (Joh 14,18).

Dieses Wort Jesu bekommt für mich in der Erfahrung der letzten Wochen eine ganz neue Bedeutung:
Der Herr befähigt uns, HEUTE seine Kirche zu sein - und ER erwartet es.

Albin Krämer, Pfarrer

Wir Menschen sollen der ganzen Schöpfung
die Liebe Gottes zur Welt sichtbar machen.
Hans Urs von Balthasar traut uns das zu.
Trauen wir es uns auch zu?

„Das Tiefste im Christentum ist die Liebe Gottes zur Erde“,

       sagt Hans Urs von Balthasar.

„Dass Gott in seinem Himmel reich ist,

       wissen andere Reli­gionen auch.

Dass er zusammen mit seinen Geschöpfen arm sein wollte,

dass er in seinem Himmel an seiner Welt leiden wollte,

       ja gelitten hat

und durch seine Menschwerdung sich instand setzte,

       sein Leiden der Liebe

       seinen Ge­schöp­fen zu beweisen:

       und dazu Mensch geworden ist,

       das ist das Unerhörte bisher“.

Pater Siegfried hat sich gefragt und sich darüber Gedanken gemacht,

       wie wohl wir Menschen in der Lage sein werden,

       nach der Corona-Pandemie

       Gottes Liebe zur Erde

       den Menschen und der ganzen Schöpfung zu zeigen.

In einem Artikel unter dem Titel

       „Ein freundlicher Schubser von einem, der uns liebt“

       möchte er seine Gedanken mit euch teilen.

Wer daran interessiert ist, der findet seinen Artikel

       HIER ALS PDF.


(Barbara Stockmann)

das Lied über die Rettung aus Erniedrigung und Unterdrückung

Impulse zum Magnifikat (in 5 Abschnitten, im Monat Mai 2020)

5. Er nimmt sich seines Knechts Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig:

Dieser Schlusssatz erinnert daran, dass Gott versprochen hat immer für sein Volk, für alle Menschen DA ZU SEIN.

Für Maria ist das keine Bitte, keine Frage, sondern ganz klar: Gott ist in seiner Beziehung zu uns Menschen treu. Er hält sein Versprechen.

Auf Grund dieses Urvertrauens ist es durchaus legitim in Zeiten des Zweifelns, in den Momenten, in denen wir uns allein gelassen fühlen, Gott an dieses Versprechen zu erinnern.

Zusammengefasst erinnert uns der Lobpreis von Maria

- an die Dankbarkeit für das Leben

- an die Würde und die Begabung jedes einzelnen Menschen

- an die Ehrfurcht Gott und den Menschen gegenüber

- an die Vision von einer gerechten Welt, in der alle aufeinander achten und füreinander da sind

- an das Versprechen von Gott: Ich bin bei euch alle Tage

(Claudia Jung)

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