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Schrifttexte: Am 7,12-15 - Eph 1,3-14 - Mk 6,7-13

wallf21

„Und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.“

(Jesus an seine Jünger in Mk6,8+9)

So schickte Jesus seine Jünger zu den Menschen. Wenn ich einen Blick in meine Taschen werfe: Telefon, Taschentücher, Schlüsselbund, Ausweis, Führerschein und natürlich eine Maske. Das ist das Minimum, selbst für kurze Wege. Aber diese Dinge hat Jesus auch gar nicht verboten. Wie würde er das heute wohl formulieren? Ich denke, es geht darum, dass nichts vom Eigentlichen ablenken soll. Es geht um die Beziehung zu Gott, darüber sollten sie sprechen, die sollten sie zeigen. Deswegen wurden sie auch immer zu zweit auf den Weg geschickt. Und darin lag ein ganz besonderes „Mitbringsel“: Vollmacht über die unreinen Geister. Denn in der Beziehung zu Gott, da wird alles Licht, da vergeht alles Dunkel, da verlieren alle Ängste ihren Schrecken. So wächst Reich Gottes, auch heute.

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 457_Suchen und fragen ...

Schrifttext: Mt 5, 1-12a
fra21

Sie wollen ihren Weltfreiwilligendienst antreten und hoffen, dass es klappt und die Pandemie sie nicht ausbremst. Am Freitag habe ich die jungen Menschen kennenlernen dürfen im Rahmen einer Vorbereitungswoche im KJG Haus in Schonungen - verantwortet von unserem BDKJ.
Mich fasziniert ihre Offenheit und ihre Bereitschaft aufzubrechen in ein neues Land, in neue Begegnungen und sich immer wieder überraschen und beschenken zu lassen.

Die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan sind im 7. Jahrhundert aus Irland aufgebrochen und haben sich auf die Menschen und die Begegnungen im Frankenland eingelassen. Der Geist Jesu Christi hat die Frankenapostel fasziniert - die Botschaft des Evangeliums hat sie bewegt und auf neue Wege gebracht.

„Selig seid ihr…..“

so beginnt die Rede Jesu auf dem Berg. Die Seligpreisungen laden zum Vertrauen in das Leben ein, ermutigen für ein gutes Leben für alle aufzubrechen.

„Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt……“ GL 458

Albin Krämer

Schrifttexte: Weish 1,13-15;2,23-24 - 2 Kor 8,7.9.13-15 - Mk 5,21-43

herz21

„Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.“ (Eine kranke Frau in Mk 5,28)

Mit Berührungen sind wir vorsichtig geworden in den letzten 15 Monaten. Immer noch sind Berührungen nur im engsten, vertrauten Kreis erlaubt. Auch diese Frau durfte nicht berühren und nicht berührt werden. Nur so, glaubte man schon damals, könne die Infektionskette unterbrochen werden. Im engen Kontakt wird eben nicht nur das Gute und Heilsame weiter gereicht. Zwölf Jahre lang lebte diese Frau im Lockdown, ohne Berührung und ohne Körperkontakt. Trotz täglicher Rückschläge hat sie die Hoffnung nicht aufgegeben. Obwohl sie nicht in den Gottesdienst durfte, hat sie den Glauben nicht verloren. Jetzt drängt sie sich durch. Nicht ihn selbst, aber wenigstens sein Gewand möchte sie berühren. Und Jesus ist so feinfühlig, das zu bemerken. Er spürt, dass hier nicht nur eine Hand zugegriffen hat, sondern ein Herz. Dieses Herz sucht die Beziehung und gibt nicht auf. Das nennt Jesus ihren Glauben. Dieser Glaube hat ihr geholfen.

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 365 "Meine Hoffnung und meine Freude ..."

2021 7 8kilian

Schrifttexte: Ijob 38,1.8-11 - 2 Kor 5,14-17 - Mk 4, 35-41
schiffbrasil

Eine Bootsfahrt über den See Gennesaret ist für heutige Reisende ins Heilige Land immer ein besonderes Erlebnis. Meistens ist der See ruhig, aber es können aufgrund der Fallwinde von den Golanhöhen plötzlich Wellen kommen, die es im Boot dann schon unruhig werden lassen.

Die Jüngerinnen und Jünger haben das mit Jesus intensiv erfahren müssen: „Meister, kümmert es dich nicht, das wir zugrunde gehen?“

Im Boot unseres Lebens und auch im Boot der Kirche gibt es Wellen, Gegenwind, Stürme. Angst macht sich breit. Wir sind verunsichert und wissen nicht, was kommt. Ob alles gut gehen wird?

Wie die Menschen damals, dürfen wir heute Jesus im Boot unseres Lebens und auch im Boot der Kirche wissen. Bei allen Fragen und Sorgen: Er ist da!

„Herr, gib acht auf uns, denn das Meer ist so groß, und unser Boot ist so klein.“ So beten die Fischer in der Bretagne bevor sie aufs Meer fahren.
Mit welchem Gebet starten wir in den Tag, gehen wir in einen schwierigen Termin, in einer herausfordernde Aufgabe? Vielleicht beten Sie mit den Fischern: „Herr, gib acht auf mich, denn das Meer ist so groß und mein Boot ist so klein.“

Albin Krämer

Schrifttexte: Ez 17,22-24 - 2 Kor 5,6-10 - Mk 4,26-34

pflasterblume

„Die Erde bringt von selbst - automatisch - ihre Frucht hervor.“

(Jesus über das Reich Gottes in Mk 4,28)

Jesus hat sicher gewusst, dass Wachsen auch Pflege braucht. Zumindest lässt sich dadurch die Qualität der Frucht erheblich steigern. Aber wie wir sehen, lässt sich der Prozess des Wachsens auch von widrigen Umständen nicht aufhalten. Im Wachsen des Lebens entfaltet sich eine unvorstellbare Kraft, die mich immer wieder neu mit Bewunderung staunen lässt. Ich muss tatsächlich nichts dazu tun - im Gegenteil: Möchte ich es verhindern, muss ich noch mehr Kraft aufwenden als für die Hege und Pflege. Es gibt so einiges, was ich beim Wachsen lernen kann: Zeit zu haben und geduldig zu sein, mit Vertrauen und Hoffnung nach vorne zu schauen, allem Neuen und Unerwarteten freudig gegenüber zu treten. Dann wächst das Reich Gottes schon auf dieser Erde, ganz automatisch, meint Jesus.

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 468_Gott gab uns Atem ...

 

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Schrifttexte: Gen 3,9-15 - 2 Kor 4,13-5,1 - Mk 3,20-35

bau

„Komm, bau ein Haus,das uns beschützt, pflanz´einen Baum,
der Schatten wirft, und beschreibe den Himmel, der uns blüht.

F.K. Barth/ P.Horst/H.J. Netz© Martin Manigatterer pfarrbriefservice.de

Nicht jede und jeder baut ein Haus, aber wir alle richten unser Lebenshaus ein. Mit wem teilen wir das Leben? Wie verdienen wir unserenLebensunterhalt? Welche Hobbys pflegen wir? Welche Werte leiten uns und was geben wir den Kindern und Enkeln mit auf den Weg für ihr Lebenshaus?

Zum „Lebenshaus“ Jesu gehört das Zusammensein mit den Menschen, erfragt sie nach ihrer Sehnsucht, ihrer Hoffnung, ihren Verletzungen und Wunden und ist für sie da. Er kommt in ihr Haus. Er gibt Halt. Sie fühlen sich geborgen. Jesus „beschreibt den Himmel, der uns blühlt.“ Aber er erregt auch Anstoß. „Er ist von Sinnen,“ sagen manche. Er passt in kein Schema. Der Wille Gottes ist für ihn maßgebend. „Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter“ (Mk 3,35). So entsteht eine neue „Hausgemeinschaft“. An ihr bauen wir mit.

Das Haus der Kirche „ist an einem toten Punkt“ (Kardinal Marx). Bauleute der Zukunft sind gefragt. Menschen, die dem Geist Jesu neu Raum geben.
„Komm, bau ein Haus…..“

Albin Krämer

 

Wenn es dunkel um mich herum wird:
Du bist da!

Wenn es mir klamm um's Herz wird:
Du bist da!

Wenn mich mein Gewissen verurteilt:
Du bist da!

Wenn mir meine Lieben fehlen:
Du bist da!

Wenn ich von einem Menschen gerufen werde:
Du bist da!

Wenn ich dann doch Trost und Hoffnung finde:
Du bist da!

(Ute A. Boltz)

2021 6 3fam

dreifaltig

„Ich bin mit euch.“
(Jesus am Ende des Matthäusevangeliums)

Glauben Sie - So wurde ich gefragt - An den lebendigen Gott -
Und ich antwortete - Ich lebe davon - Dass Gott an mich glaubt

Und was halten Sie - Von Jesus Christus -
Und ich antwortete - Ich baue darauf - Dass er mich hält

Und was denken Sie - Vom Heiligen Geist -
Und ich antwortete - Dass er uns beide tief verbindet - Mehr als wir uns denken können.

(Andreas Knapp, Tiefer als das Meer)

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 456_Herr, du bist mein Leben ...

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