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 - unterwegs
wie komme ich mir vor
wenn ich in den Spiegel seh’
und durch die Straßen in ein Kaufhaus geh’ — schaut her!
wie Millionen andere zurzeit
- bin ich noch wer?
egal - woher die Kunden kommen
wer und was und wie sie sind
- für mich - ernste Fernste
so geh’ ich - und dazu steh’ ich
Corona zeigt es durch die Masken mir
- bin ich doch zutiefst verbunden
in jedem meiner Nächsten hier
gemeinsam seit Urzeiten
- auf des Lebens Spur - ob black ob bleich
- Mensch pur

Klaus Jäkel, In: Pfarrbriefservice.de

Ich wünsche Uns allen, auch mit Corona-Maske und Abstand halten
ein schönes und gesegnetes Wochenende.

Martina Röthlein Gemeindereferentin

Danken kommt vom Denken;
nur wer denkt, ist dankbar.

Beim Gottesdienst am vergangenen Sonntag ging mir schlagartig auf, dass wir das Wichtigste gratis, also geschenkt bekommen.
Das hat mich veranlasst nach einem Text zu suchen, der das anschaulich ausdrückt und dadurch zum weiter denken einlädt. Bei Phil Bosmans bin ich fündig geworden:


Weißt du, dass das Wesentlichste im Leben gratis ist?
Du brauchst es nicht zu bezahlen:
die Luft in deinen Lungen,
die Sonne, die dir Licht für einen neuen Tag anmacht.
Sie kommt von allein, dazu musst du auf keinen Knopf drücken.
Wem hast du deine Augen bezahlt,
den Motor deines Herzens, der klopft, ohne Krach zu machen?
Findest du nichts dabei, dass du dies alles gratis, vollkommen umsonst bekommst –
in einer Welt, wo sonst der Maßstab für alles das Geld ist?
Das Wesentlichste im Leben ist gratis, muss gratis sein.
Auch die Dinge, die für dein Glück wesentlich sind,
sind gratis, müssen gratis sein: Freundschaft und Liebe.
In den Supermärkten gibt es tausend Dinge zu kaufen.
Aber nirgendwo kannst du eine Handvoll Freude kaufen, wenn du traurig bist.
Nirgendwo gibt es eine Packung Lebensmut und Freundlichkeit zu kaufen.
Mit allem Geld der Welt kannst du dir kein Gramm Liebe kaufen.
Es gibt eine neue Krankheit: das zu dick gewordene Ich.
Die davon Befallenen sind einsame Dickhäuter.
Sie haben ein dickes Fell, kaufen teure Kleidung darüber,
bauen drum herum eine passende Villa.
Sie haben alles, was mit Geld zu kaufen ist.
Doch fehlen ihnen wesentliche Dinge, die es nur gratis gibt.
Wie steht es bei dir mit dieser Krankheit?
Hol tief Luft!
Rede mit der Sonne,
höre das Klopfen deines Herzens,
und betrachte das Wunder deiner Augen.
Sei empfänglich für ein freundliches Lächeln.
Und sei dankbar!
Danken kommt vom Denken;
nur wer denkt, ist dankbar.

 

Lesen wir also hin und wieder obigen Text und nehmen uns dabei ein bisschen Zeit zum Denken,
dann fallen uns zahllose Dinge ein, für die wir dankbar sein sollten.
Mit einem lieben Gruß verbleibe ich Ihr
P. Siegfried Neubrand.

 

„Sei freundlich zu deinem Leib,

damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“

Theresa von Avila

Worte können Mut machen – aber auch einschüchtern.
Worte können verletzten – aber auch heilen.
Worte können stärken – aber einem auch die letzte Kraft nehmen.
Ein Wort kann dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern – aber dich auch verbittern.
Ein Wort kann dich inspirieren.
Ein Wort kann dich verändern.
Ein Wort kann dich zu etwas Neuem bewegen.
Es gibt Worte, die gehen durch ein Ohr rein und durchs andere gleich wieder raus.
Und es gibt Worte, die gehen dir mitten ins Herz!
Überlegen Sie doch mal: was für Worte haben Sie in der vergangenen Woche zu hören bekommen?
Und welche Worte haben Sie selbst ausgesprochen?

 Irgendwie fiel mir die Tage eine kleine Episode ein, die ich vor einigen Jahren auf der Fähre nach Juist erlebt habe. Wir wollten uns damals im Dezember noch ein paar Tage adventliche Auszeit gönnen – und wenn man schon das Privileg hat, so nah an den Inseln zu wohnen, warum die Chance nicht nutzen und einfach hinfahren?

Als die Fähre in Norddeich ablegte, lag eine richtig dicke Nebelsuppe über der See – und so machten wir es uns unter Deck bei einem Kaffee gemütlich. Schließlich meldete sich der Kapitän per Lautsprecher zu Wort: „Wir müssten gleich im Juister Hafen anlegen. Wir sehen ihn zwar noch nicht, aber nach unseren Instrumenten müsste er da sein.“ Wir beide sahen uns an und mussten lachen.

Warum mir mitten im Juli diese Dezember-Nebel-Geschichte von Juist einfällt?

Im Moment fahren wir aufgrund von Corona auch ein bisschen im Nebel umher. Man kann nicht so arg weit gucken und muss deshalb besonders aufpassen. Leider gibt es keine Instrumente, die uns und unseren Kapitänen den Weg durch den Corona-Nebel zeigen. Und dazu kommt, dass wir die Gewässer, durch die wir grad steuern, nicht kennen. Deshalb müssen wir langsam machen und „auf Sicht fahren“, um rasch gegensteuern zu können, wenn plötzlich etwas Unerwartetes passiert.

Ja, es war richtig, in den letzten Monaten alle unnötigen Fahrten einzuschränken, um mit der akuten Situation klar zu kommen. Aber Bischof Bode hat zu Recht darauf hingewiesen, dass wir jetzt aus der akuten in eine „chronische Phase“ von Corona kommen. Und deshalb müssen wir lernen, irgendwie mit dem Virus zu leben.

Das heißt aber auch, so langsam mal wieder ins Planen zu kommen, Perspektiven zu entwickeln, Ideen zu spinnen. Nicht nur Notstandsverwaltung zu machen, sondern kreativ das Herbst- und Frühjahrsprogramm anzugehen, natürlich unter Einhaltung aller Hygienekonzepte und Wahrung aller Abstandsregeln. Und unter allem Vorbehalt, wie die aktuelle Situation sich weiter entwickelt. Es geht eigentlich darum, so eine Art „Programm trotz Corona“ zu machen, Veranstaltungen zu planen, Referent*innen anzufragen, das Pfarrheim zu belegen. Endlich mal wieder „in die Pötte“ zu kommen…

Ja, es kann sein, dass die aktuelle Situation uns dann dazu zwingt, das eine oder andere wieder abzusagen. Aber das haben wir in den letzten Monaten gut gelernt, das können wir inzwischen. Und jede*r hat Verständnis dafür – Teilnehmer*innen, Referent*innen, Veranstalter.

Planen müssen wir grad erst wieder neu lernen.

Aber wenn wir jetzt nicht voraus schauen und damit keine Veranstaltungen im Terminkalender stehen haben, dann wird im nächsten Jahr auch nichts laufen.

Wir werden wohl noch einige Zeit „auf Sicht fahren“ müssen. Das ist nicht schön, und wir mögen es nicht. Aber wie heißt es auf einer dieser netten Spruchkarten? „Wir sind hier nicht bei ‚wünsch dir was‘, sondern bei ‚so isses‘“.

Vielleicht es einfach probieren – nicht wild drauf los, sondern verantwortet, überlegt. Schritt für Schritt. Auf Sicht fahren. Und absagen können wir auch nur das, was wenigstens schon mal geplant war.

Aber auf jeden Fall nicht im Hafen liegenbleiben und vor sich hin dümpeln…

© Andrea Schwarz

Bistumsblog Osnabrück 13.7.2020

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Wir hören: 1 Kön 3,5.7-12 / Röm 8,28-30 / Mt 13,44-46

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„In seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß und kaufte diesen Acker.“

(Jesus in Mt 13,44)

Leicht-Sinn

Lässt sich der Kaufmann nicht eigentlich blenden,
vom schimmernden Schein, von Größe und Glanz,
vom leuchtenden Lüster der wertvollen Perle?

Handelt der Schatzsucher, der den Acker erwirbt, nicht reichlich kühn?
Kauft den kompletten Acker und hat den Schatz nicht mal geprüft!

In Kauf nehmen, was unvollkommen ist, was vielleicht stört:
an einer Aufgabe, am anderen, an einer Situation.

Etwas in Kauf nehmen. Etwas wagen. Etwas loslassen.
Etwas in die Waagschale werfen: Mich.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Mt 13,44-52) aus: Magnificat.
Das Stundenbuch 07/2020, In: Pfarrbriefservice.de

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Vielleicht interessiert dich auch im Gotteslob Lied Nr. 456: „Herr, du bist mein Leben ...“

Hi außen

1613 wurde diese Kirche, die dem Hl. Jakobus dem Älteren geweiht ist von Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn in  Auftrag gegeben und gebaut. 
1965 wurde sie zugunsten der neuen und größeren Pfarrkirche Sel. Immina stillgelegt.


Hi innen

Nach vielen Renovierungsarbeiten v.a. im Innenbereich wurde die Jakobus -Kirche wieder neu eingeweiht und seit  2010 feiern die Himmelstadter  wieder in ihrer alten - neuen Pfarrkirche ihren Glauben.

„Endlich geschafft!“ – das werden sich heute sicherlich viele Schüler*innen, Lehrer*innen 
– aber auch Eltern – denken.
Endlich ist dieses seltsame Schuljahr vorbei!
Doch meist bleiben die Gedanken hier nicht stehen:
sie ziehen weiter in Richtung Herbst:
„Wie wird wohl das nächste Schuljahr? Wie soll es da nur weiter gehen?“


„Alles hat seine Zeit“ – so heißt es im Buch Kohelet.

Und jetzt ist Zeit für Ferien – Zeit für Erholung und Entspannung!

 

Guter Gott,

du hast uns die Tage und Jahre geschenkt, die in verschiedene Zeiten eingeteilt sind:

Phasen der Arbeit und Phasen der Ruhe.

Schenke uns Kraft und Energie für die Zeiten, in denen wir Leistung bringen müssen.

Aber hilf uns auch dabei, dass wir uns in den Zeiten der Ruhe gut entspannen und erholen können.

Segne uns für die kommenden Wochen und behüte uns mit deiner Liebe.

Amen.

Ein Blinder und ein Lahmer wurden von einem Waldbrand überrascht. Die beiden gerieten in Angst. Der Blinde floh gerade auf's Feuer zu. Der Lahme rief: "Flieh nicht dort-hin!" Der Blinde fragte: "Wohin soll ich mich wenden?" - Der Lahme: "Ich könnte dir den Weg vorwärts zeigen, soweit du wolltest. Da ich aber lahm bin, so nimm mich auf deine Schultern, damit ich dir angebe, wo du den Schlan­gen, Dor­nen, dem Feuer und anderen Gefahren aus dem Weg gehen kannst, und damit ich dich glücklich in die Stadt weisen kann". - Der Blinde richtete sich nach des Lahmen Worten, und so gelangten sie beide wohlbehalten in die Stadt.

(Nach einem indischen Märchen)

… Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? …

  • Wenn Jesus mich ansprechen würde: „Warum weinst du? Was suchst du? Was vermisst du?“
    Was würde ich ihm antworten?

Als der Krieg zwischen den beiden benachbarten König­rei­chen unvermeidlich war, schickten die Feldherren von beiden Seiten Späher aus, um zu erkunden, wie man am leich­testen ins Nachbarland einfallen könne. Die aus-gesandten Kundschafter kehrten zurück und berichteten auf beiden Seiten dasselbe: "Es gib nur eine Stelle an der Grenze, die sich für einen Einfall eignet. Dort aber wohnt ein kleiner braver Bauer in einem kleinen Haus mit einer anmutigen Frau. Sie haben einander lieb, und es heißt, sie seien die glücklichsten Menschen auf der Welt. Sie haben ein Kind. Wenn wir nun über dieses Grundstück marschie­ren, so zer­stören wir das Glück. Also kann es keinen Krieg geben". 

Das sahen die Feldherren ein, und der Krieg unterblieb, wie jeder Mensch begreifen wird.

(Chinesisches Märchen)

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