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2020 12 24 Weihnachten

Schrifttexte: Mi 5,1-4a - Hebr 10,5-10 - Lk 1,39-45(-55)
vierteradvent

„Nachdem der Engel sie verlassen hatte, machte sich Maria auf
den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa und
besuchte Elisabeth.“

(Lk 1,39)


Zwei Frauen begegnen sich auf Augenhöhe. Hier sind es Elizabeth Majinya Abuk und Daharatu Ahmed Aliyu. Beide sind schwanger. Nicht unbedingt mit einem Kind, sondern mit einer Idee. Sie gehören zur Leitung des „Women's Interfaith Council“ und setzen sich in Nigeria seit über zehn Jahren für ein gewaltfreies Zusammenleben zwischen Christ:innen und Muslim:innen ein.
Ihre Blicke und Gesten, ihre ganze Haltung drücken Entschlossenheit und Stärke aus. Sie sind tatsächlich „guter Hoffnung“, dass ihr Einsatz ein ganzes Stück dazu beiträgt, in einer schwierigen Krisenregion Verständigung und Frieden zu ermöglichen. Dafür haben sie in diesem Jahr den Aachener Friedenspreis erhalten - zu Recht. Advent möchte uns immer wieder neu diese Perspektive öffnen, dass eine gute Zukunft vor uns liegt - und dass es sich lohnt, ihr den Weg zu bereiten.

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 874_Groß sein lässt meine Seele den Herrn ...

Schrifttexte: Zef 3,14-17 - Phil 4,4-7 - Lk 3, 10-18

advent21 zk

„Was sollen wir also tun?“
A - annehmen auch den, der dir nicht passt
D - da sein füreinander
V - vertrauen, dass alles gut wird
E - entdecken, was wichtig ist
N - neu beginnen, auch wenn du gestern gescheitert bist
T - tragen helfen denen, die deine Hilfe brauchen

„Was sollen wir also tun?“

So fragen am Jordan die suchenden Menschen Johannes den Täufer. Und er verweist sie wieder in ihren Alltag - auf ihr alltägliches Tun, den Umgang im Alltag miteinander kommt es an.
Das Familiengottesdienstteam in Zellingen hat das Wort ADVENT auf den Alltag hin durchbuchstabiert (siehe oben) - wer dieser Spur folgt, kann sich und seinen Alltag neu ordnen, sich neu auf den ausrichten, den wir erwarten: Jesus Christus.
Er kommt - als Kind, klein, hilflos, unscheinbar und doch ist ER der Lichtblick.
Der Blick auf ihn kann mir im Herzen Freude schenken, Freude, die mir neue Kraft gibt. Zu dieser Freude lädt uns der 3. Advent besonders ein: GAUDETE - FREUT EUCH!

Kein Befehl, sondern eine Ermutigung! A.D.V.E.N.T. (siehe oben) ist die Einladung, der Freude in meinem Herzen neu Raum zu geben - vielleicht darf ich dabei auch einmal über meinen Schatten springen.
Albin Krämer

Schrifttexte: Bar 5,1-9 - Phil 1,4-6.8-11 - Lk 3,1-6

advent21 2

„Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias.“

(Berufung des Propheten in Lk 3,2)

Nachdem alle wichtigen Leute aufgezählt wurden, nach den Kaisern und Königen, nach den weltlichen und geistlichen Würdenträgern, da wird plötzlich von einem Impuls Gottes berichtet. Aber es geschah nicht auf der großen politischen Bühne und nicht auf der Ebene der Kirchenleitung. Es ist der Wüstling Johannes, der aufmerksam wurde: Gott möchte einen neuen Anfang schenken. Ohne das Bisherige zu zerstören, ganz ohne katastrophale Vernichtung, ohne Gewalt und Gegengewalt - von innen heraus, durch ein neues Denken und eine neue Orientierung, soll eine neue Zivilisation des Friedens und der Liebe entstehen. Vielleicht träumen wir auch manchmal davon? Dann ergeht also auch heute das Wort Gottes an Elisabeth und Martin, an Jonas und Jenny, an Alex und Michaela, an dich und mich. Wenn wir aufmerksam sind, könnte es „Advent“, „Ankunft“ werden.

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 750_Im Advent, im Advent ...

2011 11 29 Advent

Schrifttexte: Jer 33,14-16- 1 Thess 3,12 - 4,2 - Lk 21, 25-28.34-36

wolke211128

Es gibt Bilder, die beruhigen und den Blick weiten. Nach einer Wanderung, die Kraft kostet und ins Schwitzen bringt, eröffnet der Blick am Gipfelt Weite und schenkt dem Herzen neue Kraft. Die jeweils neuen Herausforderungen der Coronakrise, die sich verändernde Gestalt von Kirche, die Fragen auf dem eigenen Lebensweg können verunsichern und ängstigen. Die Frohe Botschaft des 1. Advent lädt uns ein, nach dem Menschensohn Ausschau zu halten:

„Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen mit großer Kraft und Herrlichkeit“

(Lk 21,27).

Der Blick auf den kommenden Menschensohn will uns aufrichten und ermutigen, das HIER UND JETZT im Rahmen meines und unseres Möglichen zu gestalten.

„Zeige uns den rechten Weg durch diese vergängliche Welt und richte unseren Blick auf das Unvergängliche, damit wir in allem dein Reich suchen.“

So lautet ein Gebet zum 1. Advent. Adventliche Erwartung, die uns hoffen und handeln lässt.

Albin Krämer

king211121 

„Ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege.“

(Jesus zu Pilatus, in: Joh 18,37)

Bist du schon einem König begegnet? Die Psychologie meint, dass wir ihn erkennen würden, auch ohne Hofstaat, ohne Zepter und ohne Krone. Das Wissen um das, was einen König ausmacht, ist in unserem Innern angelegt: Gerechtigkeit, Großmut, Güte, Wahrhaftigkeit, Selbstbeherrschung, Besonnenheit, Weisheit, … Jesus nennt ihn einen, „der dazu geboren ist, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen“. Ich denke, „Wahrheit“ hat hier nichts mit richtig oder falsch zu tun. „Wahrheit“ meint hier das Unverfügbare, den innersten Kern, das Göttliche in jedem von uns. Dieser innerste Kern lädt uns ein, das Königliche in uns zu leben und zu verwirklichen. In diesem Sinn kenne ich tatsächlich manche Königinnen und Könige in meinem Umfeld und bin ihnen schon begegnet, nicht nur in Bildern der Klatschpresse, sondern richtig live und ganz offen. Vielleicht können wir uns das für einen der kommenden Tage vornehmen: Heute eine Königin, heute ein König zu sein.

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 456_Herr, du bist mein Leben ...

impuls21 11 14

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pfanzen.“

Martin Luther 

Apokalyptische Bilder lesen wir an diesem Sonntag in der Heiligen Schrift: Sterne fallen vom Himmel, alles wird dunkel, eine Zeit der Not wird kommen….. wir hören heute die Nachrichten vom Weltklimagipfel in Glasgow - viele Hoffnungen haben sich (noch) nicht erfüllt. Das RKI formuliert angesichts der Corona-Entwicklung: „Es ist 5 nach 12.“ Und doch wird uns Gottes Treue zugesagt:

„Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“

(Mk 13,31)

Daraus die Kraft und den Mut schöpfen, „heute noch ein Apfelbäumchen zu pflanzen“ - wie es M. Luther gesagt hat.
Heute achtsam und wachsam zu sein, heute Zeichen der Hoffnung zu setzen - die kleinen Dinge können dabei entscheidend sein.

Albin Krämer

impuls21 11 07

„Diese arme Witwe hat mit ihren zwei kleinen Münzen mehr gegeben als alle anderen: sie hat alles hergegeben, was sie besaß.“

(Jesus beim Beobachten von Menschen am Opferkasten, in: Mk 12,43+44)

Wir erkennen einander oft daran, was wir haben oder sogar noch deutlicher an dem, was wir hergeben und ausgeben können. Mehr noch als unsere Leistung zählt manchmal das, was wir uns leisten können. Bei Jesus gelten anscheinend andere Maßstäbe. Ein weiser Mensch hat einmal gesagt, Gott lege das Maßband nicht um den Geldbeutel sondern um das Herz. Ich denke, mit Messen, Wiegen und Zählen kommen wir bei Gott überhaupt nicht weit. Entscheidend wird sein, was wir von uns selbst in das hineinlegen, was wir tun. Das erzeugt einen tatsächlichen Mehrwert, der sich zwar nicht berechnen, aber immer bemerken lässt. Er kann bei allen unseren Aktivitäten erworben werden, kostet keine Zeit und ist absolut steuerfrei. Auch wenn es oberflächlich ein bisschen kitschig wirken mag, fällt mir für diesen „Mehrwert“ kein besseres Wort ein als der schöne Ausdruck: „mit Hingabe“!

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 470_Wenn das Brot, das wir teilen ...

 fam 20 11 11

weitere Ideen: Martinsaktion 2020 „Teile dein Licht!“ oder Ausmalgeschichte Heiliger Martin.pdf

fam 20 11 2

Kinderfaltblatt zum Friedhofbesuch der PG Kreuz Christi
Friedhofsbesuch mit der Familie.pdf

Anregung der Familienseelsorge des Bistums Würzburg
Allerheiligen-Allerseelen.pdf

fam 20 11 17 Herbst

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