logo Pg Retztal

Im Marienmonat Mai wird nicht nur die uns wohl bekannteste Heilige – Maria, Mutter Gottes – verehrt,
sondern auch eine bisher meist unbekannte frühchristliche Märtyrerin aus dem 2. Jahrhundert.

Besonders in Österreich und Ostbayern werden der Heiligen Corona, deren Gedenktag am 14. Mai begangen wird, mehrere Wallfahrten und Kirchen zugesprochen.
Die Heilige Corona gilt als Patronin des Geldes, der Fleischer und Schatzgräber.
Außerdem wird sie um Standhaftigkeit im Glauben, bei Bitten gegen Unwetter und Missernte und zur Abwendung von (Vieh-)Seuchen angerufen.

Dass nun – fast 2000 Jahre – später eine weltweite Seuche ihren Namen trägt und sie eine Patronin gegen Seuchen ist, ist vielleicht eine Ironie des Schicksals ...
... vielleicht aber auch ein Zeichen dafür, dass Gott für uns Menschen in jedem Übel ein Gehör hat, dass uns Gott in jeder Not beisteht und uns neue Wege zeigen wird!

Auf die Fürsprache der Heiligen Corona halte alle Krankheit und allen Schaden von uns fern, guter Gott!
Heilige Corona, bitte für uns!

Bleiben Sie gesund!

Ihre Barbara Stockmann, Pastoralreferentin

das Lied über die Rettung aus Erniedrigung und Unterdrückung

Impulse zum Magnifikat (in 5 Abschnitten, im Monat Mai 2020)

2. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe von nun anpreisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat großes an mir getan und sein Name ist heilig

Gott schaut Maria an – er gibt ihr Ansehen und Würde und eine große Aufgabe.

Er holt sie raus aus der „Niedrigkeit“.

- „Niedrigkeit“ – das kann ein Hinweis sein auf die Situation der Frauen in der damaligen Zeit: sie hatten in der Öffentlichkeit keine Rechte und keine Bedeutung; sie waren wichtig zum Kinderkriegen, Frauen, die unfruchtbar waren, wurden oft diskriminiert.

- „Niedrigkeit“ – das kann ein Hinweis sein auf die Haltung, die manchmal uns Frauen nachgesagt wird, dass wir unsere eigenen Leistungen klein reden und als selbstverständlich abtun.

- „Niedrigkeit“ – das kann unsere demütige Haltung Gott gegenüber sein, der unser aller Leben in seinen Händen hält.

Gott holt Maria aus der Niedrigkeit heraus. Sie wird dabei nicht hochmütig. Sie erkennt Gott, als den Mächtigen und Heiligen an – doch sie erkennt auch welchen Anteil, welche Aufgabe sie am heilvollen Handeln Gottes hat.

Gott schaut auch uns an. Er  nimmt uns ernst. Er braucht uns und unsere Begabungen, damit seine Botschaft lebendig bleibt.


(Claudia Jung)

Für die Kinder haben wir heute einen besonderen Link gefunden:

Die Bibel für Kinder: Josef, erzählt von Religionslehrerin i.K. Stefanie Witte

josefyt

https://youtu.be/MNcLGG4eKK0

das Lied über die Rettung aus Erniedrigung und Unterdrückung

Impulse zum Magnifikat (in 5 Abschnitten, im Monat Mai 2020)

1. Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter:

Aus diesem Satz spricht Dankbarkeit und eine felsenfeste Überzeugung, dass Gott immer an der Seite von Maria steht. Er geht mit ihr durch Dick und Dünn.

Ich glaube nicht, dass dieser Satz ihr sofort nach der Erscheinung des Engels auf der Zunge lag. Ich glaube eher, dass Zweifel und Fragen sie geplagt haben:

Warum ich? Was wird Josef dazu sagen? Was denken die Leute?

Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst, mit Josef und Elisabeth und schließlich mit Gott hat Maria zu diesem Gott - Vertrauen gefunden. Sie konnte ihr Schicksal annehmen und es dankbar als großes Geschenk und Chance von Gott wahrnehmen.

Für welche Begebenheiten in unserem Leben, für welche Wegbegleitung bei schweren Entscheidungen können wir „Danke sagen“?


(Claudia Jung)

pfarrhausGut ist es, ein Dach über dem Kopf zu haben, ein Zuhause, eine Wohnung, einen Ort, wo ich gut da sein kann.

Seit 8 Jahren darf ich im Pfarrhaus von Zellingen wohnen und arbeiten.

„Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten,“ sagt uns Jesus an diesem Sonntag im Evangelium (Joh 14,1-12).

Wir suchen alle unseren Platz im Leben: wo wir wohnen, mit wem wir das Leben teilen, was wir arbeiten, wie wir den Alltag gestalten, unsere Freizeit verbringen…….

Dieser Platz kann sich verändern: wir ziehen um, wechseln die Arbeitsstelle oder sogar den Beruf, die Familiensituation verändert sich, wir entdecken ein neues Hobby….

Aber: wir brauchen unseren Platz! Wir suchen ihn und gestalten ihn, mit dem, was wir können, uns an Fähigkeiten angeeignet haben, mit unseren Träumen und Ideen. Das klappt nicht immer so, wie wir es gerne hätten. Da gibt es auch manchmal Tränen, Abschied, Schmerz. Die Zusage Jesu: „ich bereite einen Platz für euch vor“, lässt mich vertrauen, dass ich diesen meinen Platz immer wieder finden werde.

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“, sagt Jesus weiter.
Manchmal ist es spannend und auch ganz schön verrückt, welche Wege wir im Leben gehen, um unseren Platz zu finden. Aber wir finden ihn - denn die Zusage Jesu steht.

Hast Du Lust, Dich mit einem aus Deiner Familie oder einem guten Weggefährten über Deinen Platz im Leben auszutauschen?

Albin Krämer
Pfarrer

An der sog. "Stechuhr" auf dem Heimweg von der Arbeit spricht mich eine liebe Arbeitskollegin an:

"Ich muss Dir schnell mal was erzählen: Du kennst mich ja, ich bin nicht so eine Kirchgängerin, die jeden Sonntag den Gottesdienst besucht. Meiner Mutter liegt aber in diesen Zeiten viel daran, am Sonntag eine Messfeier vor dem Fernseher mitzuerleben. Anfangs habe ich neben ihr auf dem Sofa Platz genommen, weil ich sie einfach nicht alleine sitzen lassen wollte. Zu zweit ist man nicht alleine! So hat es sich seit Ostern eingespielt bei uns zuhause. Inzwischen bin ich mit Interesse bei den Gottesdiensten dabei und bewundere immer wieder, mit welchem Engagement und mit welchem Ideenreichtum die verschiedenen Pfarreien bei der Sache sind und den Menschen helfen, darüber hinwegzukommen, dass sie zurzeit nicht ihre alten Plätze in den Kirchen einnehmen und sozusagen nicht mitten drin dabei sein können. Und - stelle Dir vor - jetzt bin ich so weit, dass ich am Sonntagfrüh als erstes nachschaue, wann Gottesdienst ist und mich schon darauf freue, mich mit meiner Mutter auf das Sofa
zu setzen, den Gottesdienst 'einzuschalten' und aufmerksam dabei zu sein. Ach, halt, und noch was: Ich singe sogar mit!"

So schön, dass sie mir das gestern erzählt hat.
Da kann ich sagen: Der Heilige Geist macht seine Arbeit!   :-)

Ute A. Boltz

Impuls2020 5 8

Wie kann ich mich verhalten?
Was kann mir helfen?

"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken.
Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (Mt 22,37f.)


yt1
https://www.youtube.com/watch?v=WxNNqZDE-EI

(1 Kor 13, 1-13)

Demnächst sollen Gottesdienste mit gewissen Auflagen
in unseren Kirchen wieder möglich gemacht werden.

Jetzt stellen sich Fragen:
Was heißt Gottesdienst?
Was heißt Gottesdienst für mich?
Was heißt Gottesdienst für Gemeinschaft?
Was heißt Gottesdienst für uns Christen?

Gottesdienst heißt für mich:
Die Begegnung mit dem Auferstandenen!
Das Entscheidende ist die Begegnung mit dem Auferstandenen.
Der Auferstandene geht auf mich zu. - Das ist mein Glaube.
Ich gehe auf den Auferstandenen zu. - Das ist Glaube.

Wir Christen sind in dieser Zeit
gefordert, neue Wege zu suchen und
aufgefordert, neue Wege zu finden.
Das ist eine Herausforderung!
Ist mein Christ-Sein damit überfordert?

Die Christenheit hat jetzt die Chance:
- herauszubrechen aus gewohnten Bahnen,
- herauszubrechen aus gewohntem Beten,
- herauszubrechen aus gewohnten Gottesdienstformen und
- herauszubrechen aus allem Gewohnten!

In dieser, mit Unsicherheit be- und geladenen Zeit frage ich:
Hilft uns da der Gottesdienst in gewohnter Umgebung?
Hilft uns da Abstand halten im Gotteshaus?
Hilft uns da das Einhalten unzähliger Regeln?
Hilft uns da der Zutritt einer begrenzten Anzahl von Gläubigen?

Oder hilft uns da vielmehr Kirche im Kleinen wie in der Familie
oder teilweise alleine - auch das geht - ich habe es ausprobiert!
Und was mit allergrößter Sicherheit hilft:
Wenn ich weiß, warum ich glaube! -
Dann kann ich aufbrechen und neue Wege gehen!

Und was mit allergrößter Sicherheit nicht hilft:
ein zaghaftes Leben in erstarrter Frömmigkeit

Ute A. Boltz

willihttps://www.youtube.com/user/SternsingerVideo

 Unter dem Motto „Willi daheim für die Sternsinger" hat der TV-Reporter und Moderator Willi Weitzel gemeinsam mit dem Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ eine Youtube-Serie für Kinder gestartet.

In insgesamt zehn Folgen sorgt Willi Weitzel mit persönlichen Anekdoten, Geschichten über Kinder in Sternsinger-Projekten, Interviews, Quizfragen sowie Spiel- und Basteltipps für kindgerechte Unterhaltung in der Corona-Zeit.
„Es geht darum, den Alltag zu erleichtern und zu versüßen. Ich will Ablenkung schaffen“, sagt Willi Weitzel und betont: „Das ist ein Projekt, das wirklich so richtig aus dem Bauch herauskommt. Also sehr persönlich von mir für die Sternsinger.“ 

ostern fuerdichEin Bild, das mich seit über 40 Jahren begleitet:
Christus und Menas.

Einige kennen es von Taizé.
Das Original hängt in Paris im Louvré und stammt aus dem 7. Jhdt.

Das Bild erzählt von unseren Freunden, die uns im Alltag und auf dem Lebensweg begleiten. Wie wichtig uns Freunde sind, spüren wir gerade in dieser Zeit in der wir uns nicht mit den Freunden treffen dürfen, und wenn wir sie sehen, dann müssen wir Abstand halten, dürfen uns nicht den Arm um die Schulter legen, wie hier auf dem Bild.

Im Evangelium sagt Jesus, was für ihn das Ziel seines Lebens ist (Joh 10,10):
„Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“

Zur Fülle des Lebens gehören Freunde, die uns den Rücken freihalten, die zuhören und da sind, wenn wir sie brauchen, denen wir unser Herz ausschütten, mit denen wir lachen und feiern. Freunde dürfen uns korrigieren und auch schon mal „den Kopf waschen.“

Im Blick auf das Bild sind wir alle wie Menas, der spürt: Jesus geht an meiner Seite. Da ist ein Freund, der für mich da ist. Und wir alle sind auch wie Christus, der seine Freundschaft Menas schenkt. So darf ich mich fragen:
wer sind die Freunde, die mich tragen
und wer ist dankbar für meine Freundschaft?

Weil ich meine Freunde vermisse, habe ich in meinem Arbeitszimmer Bilder von einigen Freunden plaziert und ich weiß, auch wenn wir uns nicht sehen und zusammen sein können, wir wissen umeinander und ich bin froh, dass es sie gibt.

Herzliche Grüße

Albin Krämer Pfarrer

­