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Vor mehr als 1300 Jahren brachte der irische Mönch Kilian mit seinen Gefährten Kolonat und Totnan das Evangelium in den mainfränkischen Raum.
Seit ihrem Tod werden sie in Würzburg verehrt.
Jedes Jahr um den 8. Juli findet die „Kiliani-Festwoche“ statt.
In diesem Jahr können wir uns nicht in Würzburg treffen.
Daher laden wir euch ein, zu Hause diesen Gottesdienst zu feiern, in dem wir an den Heiligen Kilian denken und an das, was er uns von Gott erzählt hat.

kiliani2020godi

Kiliani-Familiengottesdienst.pdf

Herausgeber: Ehe- und Familienseelsorge im Bistum Würzburg
Text: Sabine Mehling-Sitter, Cornelia Schäfer, Lucia Lang-Rachor

kilian kolonat totnan

Früher wurden Missionare, wie Kilian, Kolonat und Totnan ausgesandt, damit sie gemeinsam die Frohe Botschaft Jesu Christi verkündeten. Sie teilten mit den ihnen anvertrauten Menschen, Glauben und Leben vor Ort. Auch wir werden heute ausgesandt in eine Gesellschaft, die geprägt ist von Pluralität und ständiger Veränderung. Die Aufgabe der  zeitgemäßen Verkündigung des Glaubens, stellt uns immer wieder vor neuen Herausforderungen, die Kraft und Energie kosten können.

Auch Jesus, hat zu seiner Zeit gesehen, dass seine Kräfte nicht genügten um in alle Orte zu gehen, die seine Botschaft gebrauchten. Er schickt Stellvertreter überall dorthin. Jesu Jünger gehen sozusagen an seiner statt und sie heilen in seinem Namen. Er sendet nicht nur die uns bekannten zwölf Apostel aus, sondern viele verschiedene Menschen, die seine Freunde sind. Er schickt sie nicht alleine los, sondern immer zu zweit, damit sie sich gegenseitig bestärken und ermutigen können. Sie fühlten, dass Gott sie trägt und sie mit Jesus einen Begleiter an der Seite haben, dem sie vertrauen können. Ihre Gemeinschaft stärkte sie für ihre Aufgabe.

Auch die Frankenapostel kamen gemeinsam von Irland zu uns. Sie sind als Gemeinschaft, als Team aufgetreten und haben dadurch sich gegenseitig in der Glaubensverkündigung gestärkt und unterstützt. Gemeinsam den Glauben leben, macht das Leben fruchtbar und reich. Wir profitieren voneinander und ergänzen uns in unseren Gaben. Glauben und Evangelium bleiben, dann nicht nur einfache Worte, sondern sie werden zur Tat und verändern unser Leben. Diese Erfahrung wünsche ich uns allen, nicht nur in der Kiliani- Zeit sondern immer wieder aufs Neue!

 

Martina Röthlein

Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft der Frankenapostel

Kilian war mit seinen Freunden auf dem Weg nach Würzburg.
Ihr seid auf dem Weg in eurer Heimat. Welt entdecken und erkunden gehört dazu.
Der Familienbund hat konkrete, einfache und leicht umsetzbare Ideen zusammengestellt, die ihr nun mit einer für euch passenden Wegstrecke erfüllen könnt – für alle Altersstufen.
Wenn ihr wollt, könnt ihr natürlich auch nur ein paar Aufgaben auswählen, z. B. über Würfeln.
Vielleicht möchtet ihr auch mit einer anderen Familie, mit Oma / Opa, … gemeinsam unterwegs sein – dann ladet sie ein, mit euch den Erlebnisweg zu gehen.

kiliani2020erlebnisweg

Kiliani-Familien-Erlebnisweg.pdf

Herausgeber: Familienbund der Katholiken in der Diözese Würzburg (FDK) im Auftrag der AG Familie
Text: Elisabeth Amrhein (FDK), Evelyn Bausch (KAB), Christine Kedem-Lanzl (KDFB)

Hochfest der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan (08.07.)

kanutour2020

„Fest miteinander vereint brachen sie auf….“ so wird von Kilian, Kolonat und Totnan erzählt, die im 7. Jhdt. die grüne Insel Irland mit dem Boot verließen und in Würzburg von Jesus Christus erzählten. Was mich an ihnen fasziniert? Sie sind gemeinsam aufgebrochen, miteinander in eine ungewisse Zukunft. Ein großes Abenteuer. Im Herzen hatten sie die Botschaft von Jesus Christus, dem Auferstandenen. Ihm und ihrer Sehnsucht haben sie vertraut und der Funke ist übergesprungen: andere waren be-geist-ert!

Kanu-tour 2020, so eine Aktion der Minis: miteinander Aufbrechen, das Abenteuer mit Jesus Christus leben - nicht nur an einem Samstag, sondern jeden Tag!

Ihr Frankenapostel:
Zeigt uns Wege, wie wir von unserem Glauben Zeugnis geben
und Menschen für das Reich Gottes gewinnen können.
Ermutigt uns, auf Christus zu vertrauen.
Führt uns heraus aus Gleichtgültigkeit und Trägheit!
Erneuert unsere Liebe zum Gebet!
Unterstützt uns in unserem Einsatz für Arme, Kranke und Schwache!
Gotteslob 701,1

„Das göttlich Wort hast ausgesät, Sankt Kilian, von ihm der Franken Heil ersteht. Dich loben, dir danken, deine Kinder in Franken, Sankt Kilian.“
Gotteslob 890, 2

 

Albin Krämer, Pfarrer

wellen

Wellen ziehen Kreise …

… immer größer – immer weiter

… ohne Zögern berühren sie sich – verbinden sich – kreuzen sich

… jeder hat seinen eigenen Ursprung

… doch bald verlaufen sie sich in der Unendlichkeit!

Menschen gehen aus sich heraus

… treffen auf andere

… sehen sich – beachten sich – berühren sich

… tauschen sich aus – bereichern sich

… doch kennen sie ihren eigenen Ursprung – ihre Mitte?

… vertrauen sie ihrem Weg in die Ewigkeit?

 

Text: Barbara Stockmann
Bild: Martin

Thomas, genannt Didymus - Zwilling -, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.

Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!

Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!

Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

 

> Gibt es Dinge / Situationen / Zustände in meinem Leben,

die ich erst nicht wahrgenommen habe oder erkennen wollte,

und die mir dann plötzlich doch bewusst geworden sind?

"Das Jahr geht so dahin; man merkt es gar nicht." - So stellte es neulich jemand resigniert fest.

Die Feste und Feiern, die Umzüge und Prozessionen, vieles, was gerade in der Sommerzeit dem Jahreslauf seinen Rhythmus gibt, fällt in diesem Jahr aus. Und plötzlich verlieren wir unser Gespür für die vergehende Zeit. Damit verlieren wir aber auch einen wichtigen Halt für unser Innenleben, wir geraten ins Trudeln und unsere Seele verliert die Orientierung. In der Tat haben alle Fachleute schon vom ersten Tag unserer "Auszeit" immer wieder darauf hinge wiesen, wie wichtig es sei, die Tage zu strukturieren und dem Leben einen Rahmen zu geben.

Das gilt sicher nicht nur für den Tages- sondern auch für den Jahreslauf. Wenn äußere Strukturen fehlen und wenn es gemeinsam nicht geht, dann suche ich nach eigenen Fixpunkten, die ich mit Ritualen gestalte. Auch in diesen Tagen bietet sich eine Gelegenheit: Halbzeit.
In einem halben Jahr werden wir wieder Weihnachten feiern und eine Woche später Silvester. Heute kann noch niemand sagen, unter welchen Umständen. Aber zur Halbzeit kann ich heute schon: mit ein paar Freundinnen telefonieren, eine gute Fleische Wein öffnen, auf den höchsten Punkt meines Landkreises fahren und die Aussicht genießen, meinen Lieblingskuchen backen und an die Nachbarn verteilen, barfuß im Regen spazieren gehen, ... Es gibt unendlich viele außergewöhnliche Möglichkeiten, die einen Tag zu etwas Besonderem machen.
1978 hat Detlev Block einen Text geschrieben, der uns dabei begleiten kann:
"Das Jahr steht auf der Höhe, die große Waage ruht.
Nun schenk uns deine Nähe und mach die Mitte gut,
Herr, zwischen Blühn und Reifen und Ende und Beginn.
Lass uns dein Wort ergreifen und wachsen auf dich hin."


Thomas Wollbeck, Pfarrvikar

wagteuchzudenufern
https://www.youtube.com/watch?v=lIemZtTYRpM

kiki schaf„Der Herr ist mein Hirte“
unter diesem Motto hat das Kinderkirche-Team in Retzbach den rechten Seitenaltar in der Wallfahrtskirche geschmückt!
Alle sind eingeladen die Texte zu lesen, den Altar zu entdecken und das kleine Schäfchen zu suchen!

 

kiki schaf

Nicht der Todestag der beiden Apostel wird heute gefeiert, sondern die vermutliche Übertragung ihrer Reliquien in die Katakombe an der Via Appia, nahe bei der heutigen Kirche San Sebastiano. Das heutige Fest wird zum ersten Mal im römischen Staatskalender von 354 erwähnt. Simon, Bruder des Andreas, stammte aus Betsaida in Galiläa, war verheiratet, von Beruf Fischer. Jesus gab ihm den Namen Kephas = „Fels“ (woraus lat. Petrus wurde). Petrus wird in allen Apostelverzeichnissen als Erster genannt. Nach dem Weggang Jesu übernahm er die Führung der Gemeinde in Jerusalem. Er nahm auch den ersten Heiden in die Kirche auf (Apg 10, 11). Sein Aufenthalt in Rom und sein Märtyrertod unter Kaiser Nero (zw. 64 und 67) können als historisch gesichert gelten.
Als Todesjahr des Paulus wird 67 genannt. Früher gab es am 30. Juni noch einen besonderen Gedenktag des heiligen Paulus; er steht seit 1970 nicht mehr im römischen Kalender; stattdessen hat das Fest der Bekehrung des heiligen Paulus (25. Januar) einen höheren Rang erhalten.

Quelle: Erzabtei Beuron / Schott

brunnenWer das Leben findet,
wird es verlieren;
wer aber das Leben um
meinetwillen verliert,
wird es finden.

Mt 10, 39

Der Brunnen vor dem Pfarrhaus in Retzbach erzählt von einem Geheimnis des Lebens:

Das Wasser fließt, es ist in Bewegung, so ist es lebendig.

Wenn ich fixiert bin auf eine Idee, eine Person, eine Sache - bin ich blockiert.
Dann kann das Leben in mir nicht fließen.
Wer loslassen kann, der kann auch empfangen.
Nur ein offenes Herz kann beschenkt werden:
mit Freundschaft, Vertrauen, Liebe.

In Bewegung bleiben - wie das Wasser. Für andere zum Brunnen werden - wie Jesus Christus und so Christ sein.
Im Füreinander miteinander entdecken, was mich lebendig macht.
Wo und wann spüre ich diese Lebendigkeit?

„....der eine lebt vom andern, für sich kann keiner sein.“
Gotteslob 210

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 8,5-17)

… Da antwortete der Hauptmann: … Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; 
sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. …



>> Welche Befehle oder Aufgaben muss ich privat oder beruflich ausführen?

>> Welche Aufgaben verteile ich an andere? Für welche Bereiche bin ich verantwortlich?

>> Bin ich zufrieden mit meiner Arbeit? Ist sie „angemessen“ – oder bin ich über- oder unterfordert?

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