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Schrifttexte: 1 Kön 19,4-8 - Eph 4,30-5,2 - Joh 6, 41-51

kathkiinju

Er ist am Ende seiner Kräfte. Selbstzweifel plagen ihn: Habe ich alles richtig gemacht oder lag ich total daneben? Die Idee, wie es weitergehen kann, fehlt ihm. Er ist innerlich leer. Schlafen, nur noch schlafen.
Doch er wird berührt und angesprochen:

„Steh auf und iss!“

Er ist doch nicht alleingelassen. Jemand hat ihn im Blick und holt ihn aus der Wüste seines Lebens.

Die Lesung aus dem Buch der Könige erzählt von dieser Erfahrung des Propheten Elija. Die Zusage gilt auch uns heute: „Steh auf und iss!“ Es sind Gottes Botinnen und Boten, die uns im Alltag anstoßen, berühren, Brot und Kraft geben für unseren Weg, unseren Auftrag an dem Ort, an dem wir berufen sind: in der Familie und am Arbeitsplatz, in der Gemeinde und in den Vereinen, bei den Freunden und Nachbarn und…...

„Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen.“

Ob wir die Engel wahrnehmen?

Albin Krämer

Schrifttexte: Ex 16,2-4.12-15 - Eph 4,17.20-24 - Joh 6,24-35

erdbeer

„Ich bin das Brot des Lebens.“

(Jesus zu seinen Jüngern in Joh 6,35)

Bei uns ist Brot kein großes Thema. Frisch aufgebacken ist es in vielen Sorten Tag und Nacht erhältlich. Selbst den Kuchen zum Nachmittagskaffee können wir uns leisten. Im Gegenteil: oft verkneifen wir uns das zweite Stück, weil sonst der Badeanzug nicht mehr passt. Trotzdem ist der Hunger in mancherlei Hinsicht groß. Da gibt es einen Hunger nach Freundschaft und gelingender Beziehung, den Hunger nach Anerkennung und Wertschätzung, einen Hunger nach Geborgenheit, nach Lebenssinn und Glück. Dieser Hunger ist selbst mit den feinsten Speisen nicht zu stillen. Und trotzdem geht es dabei um ein lebenswichtiges „tägliches Brot“, um Brot für unsere Seele. Da wird es plötzlich schlüssig, wenn ein Mensch sich anbietet dieses Brot für andere zu sein.
Wir können einander tatsächlich zum Brot werden, das einen ganz tiefen Hunger zu stillen vermag.

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 209_Du teilst es aus ...

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Schrifttexte: 2 Kön 4,42-44 - Eph 4,1-6 - Joh 6,1-15

handbrot

„Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Brote und zwei Fische....
Und Jesus nahm sie, dankte und teilte aus. ...Und alle aßen und wurden satt.“

(Jesus, mit 5000 Menschen in der Wüste, bei Johannes 6)

Als „wunderbare Brotvermehrung“ ist diese Geschichte bekannt geworden. Dabei ist von Vermehrung gar nicht die Rede. Das Wunder ist vielleicht ein ganz anderes: Da ist dieser Junge, der zur Verfügung stellt, was er hat. Vielleicht hatten andere auch etwas mitgebracht. Wer in die Wüste geht, nimmt immer etwas mit. Aber was ist das für so viele? Bis einer den Mut hatte, mit dem Teilen zu beginnen. Das wirkte ansteckender als die stärkste Pandemie. Plötzlich hat es für alle gereicht und zwölf Körbe sind sogar übrig geblieben. Es kostet Überwindung, ein Stück Leben zur Verfügung zu stellen und zu teilen. Aber es kann Wunder bewirken, auch heute. Aus dem Westen unseres Landes, dort wo die Flut eine große Not hinterlassen hat, hört man immer wieder von ähnlichen Geschichten. Vielleicht ist es gar nicht so schwer.

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: Nr.: 470 Wenn das Brot, das wir teilen ...

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2021 7 24Christophorus

Schrifttexte: Jer 23,1-6 - Eph 2,13-18 - Mk 6,30-34

handbaum

„Kommt mit aneinen einsamenOrt, wo wir alleinsind, und ruht einwenig aus!“

(Jesus zu seinen Jüngernin Mk 6,31)

Ausruhen, Pause machen, Ferien, Urlaub - das ist doch eine sehr schöne Einladung. Vielleicht denken wir, dass wir schon genug Pause hinter uns haben. Der Lockdown mit Kontaktbeschränkungen, Homeoffice und Kurzarbeit war lange genug. Aber selbst in dieser Perspektive klingt die Aufforderung Jesu an seine Jünger verlockend in meinen Ohren. Was er damit meint ist mehr als Faulenzen. Die Apostel kommen von ihrer ersten Missionsreise zurück. Sie haben viel erlebt und viel zu erzählen. Jetzt gilt es, das alles zu verarbeiten. Jetzt sollten die Eindrücke sich setzen können und sortiert werden. Wir brauchen solche aktiven Unterbrechungen unsere Aktivität. Nur so bleiben wir im Gleichgewicht und können unser Leben wirklich wertschätzen. Bäume machen das auch - und wachsen trotzdem Jahr für Jahr.

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: Nr.: 377    O Jesu, all mein Leben bist du ...

Schrifttexte: Am 7,12-15 - Eph 1,3-14 - Mk 6,7-13

wallf21

„Und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.“

(Jesus an seine Jünger in Mk6,8+9)

So schickte Jesus seine Jünger zu den Menschen. Wenn ich einen Blick in meine Taschen werfe: Telefon, Taschentücher, Schlüsselbund, Ausweis, Führerschein und natürlich eine Maske. Das ist das Minimum, selbst für kurze Wege. Aber diese Dinge hat Jesus auch gar nicht verboten. Wie würde er das heute wohl formulieren? Ich denke, es geht darum, dass nichts vom Eigentlichen ablenken soll. Es geht um die Beziehung zu Gott, darüber sollten sie sprechen, die sollten sie zeigen. Deswegen wurden sie auch immer zu zweit auf den Weg geschickt. Und darin lag ein ganz besonderes „Mitbringsel“: Vollmacht über die unreinen Geister. Denn in der Beziehung zu Gott, da wird alles Licht, da vergeht alles Dunkel, da verlieren alle Ängste ihren Schrecken. So wächst Reich Gottes, auch heute.

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 457_Suchen und fragen ...

Schrifttext: Mt 5, 1-12a
fra21

Sie wollen ihren Weltfreiwilligendienst antreten und hoffen, dass es klappt und die Pandemie sie nicht ausbremst. Am Freitag habe ich die jungen Menschen kennenlernen dürfen im Rahmen einer Vorbereitungswoche im KJG Haus in Schonungen - verantwortet von unserem BDKJ.
Mich fasziniert ihre Offenheit und ihre Bereitschaft aufzubrechen in ein neues Land, in neue Begegnungen und sich immer wieder überraschen und beschenken zu lassen.

Die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan sind im 7. Jahrhundert aus Irland aufgebrochen und haben sich auf die Menschen und die Begegnungen im Frankenland eingelassen. Der Geist Jesu Christi hat die Frankenapostel fasziniert - die Botschaft des Evangeliums hat sie bewegt und auf neue Wege gebracht.

„Selig seid ihr…..“

so beginnt die Rede Jesu auf dem Berg. Die Seligpreisungen laden zum Vertrauen in das Leben ein, ermutigen für ein gutes Leben für alle aufzubrechen.

„Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt……“ GL 458

Albin Krämer

Schrifttexte: Weish 1,13-15;2,23-24 - 2 Kor 8,7.9.13-15 - Mk 5,21-43

herz21

„Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.“ (Eine kranke Frau in Mk 5,28)

Mit Berührungen sind wir vorsichtig geworden in den letzten 15 Monaten. Immer noch sind Berührungen nur im engsten, vertrauten Kreis erlaubt. Auch diese Frau durfte nicht berühren und nicht berührt werden. Nur so, glaubte man schon damals, könne die Infektionskette unterbrochen werden. Im engen Kontakt wird eben nicht nur das Gute und Heilsame weiter gereicht. Zwölf Jahre lang lebte diese Frau im Lockdown, ohne Berührung und ohne Körperkontakt. Trotz täglicher Rückschläge hat sie die Hoffnung nicht aufgegeben. Obwohl sie nicht in den Gottesdienst durfte, hat sie den Glauben nicht verloren. Jetzt drängt sie sich durch. Nicht ihn selbst, aber wenigstens sein Gewand möchte sie berühren. Und Jesus ist so feinfühlig, das zu bemerken. Er spürt, dass hier nicht nur eine Hand zugegriffen hat, sondern ein Herz. Dieses Herz sucht die Beziehung und gibt nicht auf. Das nennt Jesus ihren Glauben. Dieser Glaube hat ihr geholfen.

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 365 "Meine Hoffnung und meine Freude ..."

2021 7 8kilian

Schrifttexte: Ijob 38,1.8-11 - 2 Kor 5,14-17 - Mk 4, 35-41
schiffbrasil

Eine Bootsfahrt über den See Gennesaret ist für heutige Reisende ins Heilige Land immer ein besonderes Erlebnis. Meistens ist der See ruhig, aber es können aufgrund der Fallwinde von den Golanhöhen plötzlich Wellen kommen, die es im Boot dann schon unruhig werden lassen.

Die Jüngerinnen und Jünger haben das mit Jesus intensiv erfahren müssen: „Meister, kümmert es dich nicht, das wir zugrunde gehen?“

Im Boot unseres Lebens und auch im Boot der Kirche gibt es Wellen, Gegenwind, Stürme. Angst macht sich breit. Wir sind verunsichert und wissen nicht, was kommt. Ob alles gut gehen wird?

Wie die Menschen damals, dürfen wir heute Jesus im Boot unseres Lebens und auch im Boot der Kirche wissen. Bei allen Fragen und Sorgen: Er ist da!

„Herr, gib acht auf uns, denn das Meer ist so groß, und unser Boot ist so klein.“ So beten die Fischer in der Bretagne bevor sie aufs Meer fahren.
Mit welchem Gebet starten wir in den Tag, gehen wir in einen schwierigen Termin, in einer herausfordernde Aufgabe? Vielleicht beten Sie mit den Fischern: „Herr, gib acht auf mich, denn das Meer ist so groß und mein Boot ist so klein.“

Albin Krämer

Schrifttexte: Ez 17,22-24 - 2 Kor 5,6-10 - Mk 4,26-34

pflasterblume

„Die Erde bringt von selbst - automatisch - ihre Frucht hervor.“

(Jesus über das Reich Gottes in Mk 4,28)

Jesus hat sicher gewusst, dass Wachsen auch Pflege braucht. Zumindest lässt sich dadurch die Qualität der Frucht erheblich steigern. Aber wie wir sehen, lässt sich der Prozess des Wachsens auch von widrigen Umständen nicht aufhalten. Im Wachsen des Lebens entfaltet sich eine unvorstellbare Kraft, die mich immer wieder neu mit Bewunderung staunen lässt. Ich muss tatsächlich nichts dazu tun - im Gegenteil: Möchte ich es verhindern, muss ich noch mehr Kraft aufwenden als für die Hege und Pflege. Es gibt so einiges, was ich beim Wachsen lernen kann: Zeit zu haben und geduldig zu sein, mit Vertrauen und Hoffnung nach vorne zu schauen, allem Neuen und Unerwarteten freudig gegenüber zu treten. Dann wächst das Reich Gottes schon auf dieser Erde, ganz automatisch, meint Jesus.

Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 468_Gott gab uns Atem ...

 

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