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Wir freuen uns, Sie am Sonntag den 17.10. ab 10:15 Uhr wieder im Livestream begrüßen zu dürfen.

Start des Gottesdienstes um 10:30 Uhr

https://www.youtube.com/watch?v=vklrbCHcZc4&feature=share

Schrifttexte: Jes 25,6-10a - Phil 4,12-14.19-20 - Mt 22,1-14

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„An jenem Tag wird der Herr der Heerscharen auf diesem Berg – dem Zion – für alle Völker ein Festmahl geben mit den feinsten Speisen, ein Gelage mit erlesenen Weinen, mit den feinsten, fetten Speisen, mit erlesenen, reinen Weinen. “

(Prophet Jesaja in Jes 25,6)

Mitten hinein in die große Depression des Volkes Israel, als ihr Tempel zerstört und sie selbst in Kriegsgefangenschaft geraten waren, da malte der Prophet Jesaja ein Bild der Hoffnung in die Herzen der Menschen. Es vermochte ihnen tatsächlich einen Grund zu geben, für den es sich zu leben lohnte. Jesus griff dieses Bild auf. Aber jetzt wollten die damals Eingeladenen nicht mehr kommen. Sie wollten sich lieber ihren Geschäften zuwenden. Darum wandte er sich an die Armen und Behinderten, an die Randständigen und Benachteiligten. Und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Einmal im Jahr lässt die „Gemeinschaft Sant' Egidio“ dieses Bild lebendig werden und Kirchen verwandeln sich zu Festsälen für Arme und Bedürftige. Vielleicht sieht meine Vision für das „Festmahl“ oder das „Paradies“ ja ganz anders aus: Endlich wieder ohne Maske. Endlich wieder gesund. Endlich wieder in Frieden und Versöhnung. … Gottes Einladung gilt auch heute und gibt mir Grund, sie Schritt für Schritt anzunehmen.

Einen schönen Sonntag wünscht

Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob 472: „Manchmal feiern wir mitten im Tag“

Beim Aussprechen des Wortes „Danke“ bricht mir kein Zacken aus der Krone,
nein: Es zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.
Beim Gebrauch des Wortes „Danke“ darf ich demütig zugeben,
dass auch ich bedürftig bin.
Wenn mir ein „Danke“ über die Lippen kommt
verbinde ich mich in Freude mit meinen Nächsten im Hier und Jetzt.
Christian Schmitt, In: Pfarrbriefservice.de

Für was kann ich in dieser Woche „D A N K E“ sagen?
Ist es die gute Ernte in meinem Garten? Mein Verhältnis zu Familie und Freunden?
Die Unterstützung, die mich durch schwere Zeiten trägt? Das gesund werden nach längerer Krankheit? …
Es gibt so viele verschiedene Dinge, die mit einem Danke versehen werden können.
Ich wünsche uns allen viele Momente und Gelegenheiten, die uns zum Danke sagen bewegen!
Ein gesegnetes Wochenende und eine gute Woche
wünscht Ihnen

Martina Röthlein
Gemeindereferentin

Schrifttexte: Jes 5,1-7 - Phil 4,6-9 - Mt 21,33-44

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„Bringt in jeder Lage eure Bitten mit Dank vor Gott!“
(Paulus in Phil 4,6)

„Erntedank“ in diesem Corona-Jahr ist etwas Besonderes. Der Spargel und die Erdbeeren wären beinahe schon auf den Feldern verfault, wenn für die ErntehelferInnen nicht noch in letzter Minute eine Lösung gefunden worden wäre.

Deutschlands größte Fleischfabrik stand wochenlang still. Vielleicht sollten wir tatsächlich statt Karotten und Kürbisse Toilettenpapier und Nudeln an unseren Altar stellen, begehrte Waren der Hamsterkäufe am Beginn der Pandemie.
Sie sind damit aber auch Symbole unserer Angst geworden, unserer Angst um unser Leben und unser Zusammenleben.
Gleichzeitig haben wir neu entdeckt, was unsere Gesellschaft wirklich braucht. Wir haben geklatscht und gesungen, für Pflegekräfte und Ärzte, für die Müllabfuhr und die Beschäftigten im Einzelhandel.

Wenn „Danken“ und „Denken“ tatsächlich zusammenhängen, dann könnte dieses Erntedankfest 2020 vielleicht ein Anstoß zum längerfristigen Um-Denken sein.

Einen schönen Sonntag wünscht

Vikar
Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob 811: „Vergiss nicht zu danken ...“

Wir freuen uns, Sie am Sonntag den 4.10. ab 10:15 Uhr wieder im Livestream begrüßen zu dürfen.

Start des Gottesdienstes um 10:30 Uhr

https://www.youtube.com/watch?v=B5yDN_w_cS8

Ich möchte Ihnen heute Worte aus dem Psalm 46 mit auf den Weg geben. 

Die Beter der Psalmen haben in einer sehr bildreichen Sprache ihr Leben vor Gott gebracht in dem Vertrauen, dass ER Halt und Kraft gibt, gerade in Zeiten der Not und des Umbruchs: 

Gott ist uns Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in allen Nöten. 

Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt, 

wenn Berge stürzen in die Tiefe des Meeres, wenn seine Wasserwogen tosen 

und schäumen und vor seinem Ungestüm die Berge erzittern. 

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsere Burg. 

Die Wasser eines Stromes erquicken die Gottesstadt, des Höchsten heilige Wohnung. 

Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken; Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht. 

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsere Burg. 

Diese Worte können auch heute bei allem, 

was uns persönlich und gesellschaftlich umtreibt, tragen und uns bestärken: 

wir sind nicht allein. 

 

Dieses Vertrauen, diese Zuversicht wünsche ich Ihnen von Herzen. 

Claudia Jung Pastoralreferentin

Schrifttexte: Ez 18,25-28 - Phill 2,1-5 - Mt 21, 28-32

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„Geh und arbeite heute im Weinberg“
Mt 21, 28

Jeder Tag hat seine Herausforderung. Die Arbeit im Weinberg steht für das, was zu tun ist. Wer den echten Weinberg kennt, der weiß, da ist immer etwas zu tun. Das spüren wir auch bei der Arbeit, in der Familie, in der Schule, im Verein, in der Gemeinde …...da ist immer etwas zu tun!

Aber haben wir immer Lust darauf? „Kein Bock, kein Nerv, eigentlich habe ich etwas anderes vor, könnte auch jemand anders machen usw.“. Wer kennt diese innere Stimmungslage nicht.

Von zwei Söhnen erzählt Jesus: der eine sagt auf die Bitte des Vaters in den Weinberg zu gehen „Nein“ und geht dann doch. Der andere sagt „Ja“ und geht dann nicht. Wer erfüllt den Willen des Vaters? Wer geht den Weg, der in das Reich Gottes führt, den Weg der Gerechtigkeit?

Ich denke, es ist der Weg, der JA zum Leben sagt, zu Dir und mir, zum Dasein Füreinandern. JA sagen zu den Herausforderungen, diese annehmen und gestalten.

Denn wenn du ja sagst, kann ich leben; stehst du zu mir, dann kann ich gehn, dann kann ich neue Lieder singen und selbst ein Lied für andre sein. Tu meinen Mund auf, dich zu loben, und gib mir deinen neuen Geist. Gl 769,4

Albin Krämer

„Die Vergangenheit ist vergangen - für immer; die Zukunft ist ungewiss!“

So formulierte Studentenpfarrer Burkhard Hose bei seiner Predigt im Rahmen der Wallfahrt zu Maria ins grüne Tal. Wir leben in der Gegenwart und diese gilt es in dem Vertrauen zu gestalten, dass Gottes Stimme uns in die Zukunft lockt, wenn auch oft sehr leise. Die Väter und Mütter unseres Glaubens ermutigen uns, dieser Stimme Raum zu geben und so das Leben neu zu gewinnen. 

Das beginnt in vielen kleinen Gesten: 

ich höre zu, 

ich nehme wahr, 

ich habe Mitgefühl, 

ich lasse mich überraschen, 

ich bin bereit, eine andere Perspektive einzunehmen. 

Albin Krämer, Dekan 

Leiter der Pfarreiengemeinschaften der Frankenapostel und Retztal

Schrifttexte: Jes 55,6-9 - Phil 1,20-24.27 - Mt 20, 1-16

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Das Bild habe ich beim Treffen der Ministranten in Duttenbrunn gemacht: im Juli trafen sie sich zum Spielen und zum Stockbrot.
Auch einige von den Kommunionkindern waren dabei und „schnupperten“ in die Gemeinschaft der Minis.

Zusammensein haben viele während des Lockdowns vermisst.
Gemeinschaft tut gut - das spüren wir immer wieder.

Jesus erzählt von der Gemeinschaft im Reich Gottes im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Immer wieder werden während des Tages neue Arbeiter eingestellt und am Abend bekommen alle den gleichen Lohn! „Ungerecht!“ schreien die einen. Und die anderen: „Gott sei Dank! So kann meine Familie morgen gut leben!“

In unserer Welt mit dem Kampf um die eigene Existenz, dem Neid, dem Sich Vergleichen mit anderen, der Ellenbogenmentalität usw. bricht die neue Welt Gottes: eine Gemeinschaft, in der jede und jeder sein darf und das „tägliche Brot“ ihm und ihr zusteht:

„Freund, dir geschieht kein Unrecht…..Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir.“

(Mt 20, 13f)

Gott, segne unseren Alltag mit deinem Licht.
Segne unsere Arbeit, dass sie uns erfüllt.
Segne unsere Begegnungen mit dem Geist des Evangeliums.
Segne unser Leben mit deiner Liebe.
AMEN.

Albin Krämer

Lied: O Freuden über Freuden

Quelle: CD: Wallfahrt zu Maria im Grünen Tal (2013) Hrsg. Kath. Pfarramt Retzbach

 Schrifttexte: Sir 27,30-28,7 - Röm 14,7-9 - Mt 18,21-35

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Foto: Jürgen Damen, pfarrpriefservice.de

„Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal“ …
… sollst du deiner Schwester oder deinem Bruder vergeben.

(Jesus in Mt 18,22)

 

Schon das erste Mal fällt mir manchmal sehr schwer.
OK, Vergeben heißt ja nicht, dass wir hinterher (wieder) dicke Freunde sein müssten.

Im Grunde gibt es nur zwei Alternativen: Vergeben oder Vergelten.

Auf Vergeltung, auf Rache, auf den Denkzettel zu verzichten, das heißt ja schon, den ersten Schritt zur Vergebung zu gehen.

Trotzdem ist es oft ein langer Weg.

Jesus meint, es sei gut, dabei immer auch auf das zu schauen, was dir selbst an unverdienter Vergebung geschenkt worden ist.

Und er sagt, dass Gott sich nicht übertreffen lässt in seiner Vergebungsbereitschaft, selbst wenn wir vielleicht achtundsiebzig- oder gar neunundsiebzigmal vergeben sollten.

Einen schönen Sonntag wünscht

Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob 841 „Wo Menschen sich vergessen.“

Lied: Wo murmelnd zieht ein Bächlein (Strophe 2 + 3)
und Einführung in den Wallfahrtsort Retzbach

Quelle: CD: Wallfahrt zu Maria im Grünen Tal (2013) Hrsg. Kath. Pfarramt Retzbach

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