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Ein Blinder und ein Lahmer wurden von einem Waldbrand überrascht. Die beiden gerieten in Angst. Der Blinde floh gerade auf's Feuer zu. Der Lahme rief: "Flieh nicht dort-hin!" Der Blinde fragte: "Wohin soll ich mich wenden?" - Der Lahme: "Ich könnte dir den Weg vorwärts zeigen, soweit du wolltest. Da ich aber lahm bin, so nimm mich auf deine Schultern, damit ich dir angebe, wo du den Schlan­gen, Dor­nen, dem Feuer und anderen Gefahren aus dem Weg gehen kannst, und damit ich dich glücklich in die Stadt weisen kann". - Der Blinde richtete sich nach des Lahmen Worten, und so gelangten sie beide wohlbehalten in die Stadt.

(Nach einem indischen Märchen)

… Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? …

  • Wenn Jesus mich ansprechen würde: „Warum weinst du? Was suchst du? Was vermisst du?“
    Was würde ich ihm antworten?

Als der Krieg zwischen den beiden benachbarten König­rei­chen unvermeidlich war, schickten die Feldherren von beiden Seiten Späher aus, um zu erkunden, wie man am leich­testen ins Nachbarland einfallen könne. Die aus-gesandten Kundschafter kehrten zurück und berichteten auf beiden Seiten dasselbe: "Es gib nur eine Stelle an der Grenze, die sich für einen Einfall eignet. Dort aber wohnt ein kleiner braver Bauer in einem kleinen Haus mit einer anmutigen Frau. Sie haben einander lieb, und es heißt, sie seien die glücklichsten Menschen auf der Welt. Sie haben ein Kind. Wenn wir nun über dieses Grundstück marschie­ren, so zer­stören wir das Glück. Also kann es keinen Krieg geben". 

Das sahen die Feldherren ein, und der Krieg unterblieb, wie jeder Mensch begreifen wird.

(Chinesisches Märchen)

 

Db außen
Leicht erhöht - auf dem Kirchberg eben - steht die Kirche St. Margareta in Duttenbrunn. Die erste Kirche an diesem Ort wurde um 1190 errichtet. Der alte Chorraum des ursprünglichen Gebäudes ist noch erhalten - es ist auf diesem Bild der  linke, etwas eingerückte Teil der Kirche. Die letzte Erweiterung zu diesem Bau erfolgte 1935/36.


Db innen

Am Festtag der hl. Margareta, am 20.07. wird in Duttenbrunn Pfarrfest gefeiert – egal auf welchen Wochentag das Datum fällt. Das Bild der Namenspatronin mit dem Drachen ist auf der rechten Seite im Torbogen zum Altar zu sehen.

Wir hören: Weish12,13.16-19 / Röm 8,26-27 / Mt 13,24-43

erntestrohpfarrbriefservice.de / TheDigitalArtist / Pixabay.com

„Nein, nichts ausreißen. Lasst alles wachsen bis zur Ernte.“

(Jesus in Mt 13,29 f)

Jesus erklärt den Himmel mit Gleichnissen von der Erde. Er spricht vom Wachsen und Reifen, von einem Prozess der Entwicklung. Er meint damit die Zeit, die es braucht, damit sich entfalten kann, was in einem kleinen Samen verborgen ist. Und er nennt ein Ziel, an dem es zur Vollendung kommt, die Ernte. Dann, nach einer Zeit der Ruhe, des Genießens und der Erholung, kann der Prozess von Neuem beginnen. So schließt sich ein Kreis. Gott ist geduldig und er hat große Freude daran, dies immer wieder zu erleben. Wo und wie erlebe ich diese Prozesse von Wachsen, Reifen, Ernten, Genießen in meinem Leben?

Einen schönen Sonntag wünscht Vikar Thomas Wollbeck

Vielleicht interessiert dich auch im Gotteslob Lied Nr. 411: „Erde singe, dass es klinge ...“

Überall werden derzeit Hygiene-Konzepte erstellt:

für unsere Kirchen, für Schulen, Geschäfte, Einrichtungen …

Manchmal frage ich mich,

ob ich nicht auch mal ein „Hygiene-Konzept für meine Nerven“ erstellen müsste:

  1. Mich nicht immer gleich aufregen,
  2. Mir gut überlegen mit wem ich mich auf Diskussionen einlasse
  3. … und über was ich mir so den ganzen Tag Gedanken mache
  4. Und: Wie ich einfach mal abschalte?


(Barbara Stockmann)

„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zuhaus;“

so heißt es in einem Lied von Emanuel Geibel.

Dieses Jahr im März, April und Mai sind viele von uns wegen Corona „mit Sorgen zuhaus“ geblieben.

Jetzt im Juni und Juli geht es wieder immer mehr nach draußen.

Und für viele im August dann in die Ferien, in den Urlaub.

Doch sollte uns nicht vielleicht genau das Sorgen bereiten?

Die Sorge, dass wir die noch anhaltende Gefahr von Corona irgendwann auf die leichte Schulter nehmen …

 

(Barbara Stockmann)

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit sprach Jesus:
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

  • Welche Last trägst du auf deinen Schultern?
  • Wo / bei wem kannst du sie ablegen?

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(Foto: Martina Röthlein)

segentogo

(Foto: Martina Röthlein)

kreuz20

Und du? Wann bist du glücklich?

 

 (Foto: Martina Röthlein)

Wir hören: Jes 55,10-11 / Röm 8,18-23 / Mt 13,1-23

erdbeer
pfarrbriefservice.de / Dr. Albrecht Garsky

„Ein (vierter) Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.“

(Jesus in Mt 13,8)

Erdbeeren werden nicht ausgesät. Aber ihre leckeren Früchte können uns in anderer Weise ein Gleichnis sein. Die Frucht ist nämlich kein Selbstzweck. Sie will sich hergeben und verschenken, sie lädt ein zum Teilen und will für andere da sein. So vermehrt sie sich in ganz neuen Dimensionen. Wir dürfen uns beschenken lassen, um selbst Schenkende zu werden.

Einen schönen Sonntag wünscht

Vikar Thomas Wollbeck


Vielleicht interessiert dich auch im Gotteslob Lied Nr. 812: „Kleines Senfkorn Hoffnung ...“

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